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Allgemein & Neue Projekte 21 Feb 2009 23:08

Anthologie »Blasenwurst und tote Oma« ET März 2009

Blasenwurst und tote Oma – 16 Kulinarische Kurzkrimis mit Rezepten aus Sachsen-Anhalt

Die vierte Anthologie in der Reihe »TatortOst«, die Ruth Borcherding-Witzie und ich beim Mitteldeutschen Verlag herausgegeben haben, erscheint pünktlich zur Leipziger Buchmesse 2009.

Signierstunde: MDV-Messestand, Sonntag, 15.03.2009 um 11.00 Uhr

Mitteldeutscher Verlag Halle
ISBN-10: 389812603X
ISBN-13: 978-3898126038
€ 9,90

Die Küche Sachsen-Anhalts besticht durch ihre Bodenständigkeit. Doch schon die Namen der Gerichte verraten, dass auch Abgründiges dahintersteckt. Richtig raffiniert wird es, wenn einheimische Autoren aus diesen Zutaten Kriminalgeschichten schreiben. Unter anderen in der Küchenkrimibrigade: Jürgen Jankofsky, André Schinkel, Simone Trieder, Torsten Olle sowie die ostdeutschen Satiriker und Kabarettisten Matthias Biskupek und Ulf Annel. In diesem vierten Band ostdeutscher Krimispezialitäten finden sich rätselhafte Verbrechen und hinterhältige Mordgespinste, abgerundet mit einem Schuss schwarzen Humors, angesiedelt zwischen Halle und Magdeburg, Harz und Altmark, Elbe, Saale und Unstrut.

Allgemein & Lesungen 21 Feb 2009 22:40

Ladies Crime Night – 15.03.2009 im »Spizz«, Leipzig

Spannung pur bis der Wecker klingelt!

Eine internationale Kriminacht der »Mörderischen Schwestern«:
10 Autorinnen lesen jeweils 6 Minuten aus ihren Krimis.

Für Hochspannung, Gänsehaut und Humor sorgen: Eva Almstädt, Sabine Alt, Ruth Borcherding-Witzke, Silvija Gruenberger, Silvija Hinzmann, Jutta Motz, Ulrike Mundorff, Heidi Ramlow, Ethel Scheffler und Amaryllis Sommerer.

Moderation: Ruth Borcherding-Witzke und Jutta Motz

Ort: Jazz- und Musikclub Spizz, Markt 9, 04109 Leipzig
Beginn: 19.30 Uhr

Allgemein 21 Feb 2009 22:35

SO-Übersetzer, Leipziger Buchmesse 12./15.03.2009

Präsentation: Warum die Vereinigung SO-Übersetzen mehr bietet als Übersetzungen

Sie übersetzen nicht nur, sie sind auch unterwegs als Literatur-Scouts, durchstöbern Buchhandlungen und Rezensionen, lesen, wählen aus und begleiten Neues aus Südost auf dem Weg zu deutschsprachigen Lesern. Erstmals stellt sich auf der Leipziger Buchmesse der Übersetzerverein SO-Übersetzen mit einer eigenen Veranstaltung der Öffentlichkeit vor.

SO-Übersetzen steht für Verein zur Förderung literarischer Übersetzungen aus slawischen Sprachen Südosteuropas. »Unser Ziel ist, eine starke Lobby für Literatur aus Bosnien, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Slowenien zu bilden«, erläutert Sprecher Matthias Jacob. Unter www.so-uebersetzen.net geben Übersetzerinnen und Übersetzer aus diesen Sprachen Einblick in ihre Arbeit.
Die Buchmesse unterstützt diese Aktion. Beim Länderschwerpunkt Kroatien letztes Jahr hatte sie betont, Südosteuropa mindestens drei weitere Jahre als Schwerpunkt aufrecht zu erhalten. »Auf Einladung des Vereins SO-Übersetzen kommen Übersetzerinnen und Übersetzer aus den südosteuropäischen Sprachen auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse zusammen«, so Jacob. Im Rahmen der Reihe „Kleine Sprachen – Große Literaturen“ stellen sie neue Literatur aus Südosteuropa vor, lesen aus ihren Übersetzungen und berichten über ihre Arbeit als literarische Vermittler und Entdecker.

Es lesen:
Susanne Böhm-Milosavljevic, Brigitte Döbert, Will Firth, Patricia Fridrich, Dessislava Georgieva, Silvija Hinzmann, Matthias Jacob, Margit Jugo, Cornelia Marks, Andrea Meyer-Fraatz, Monika Milosavljevic, Blazena Radas, Klaus D. Olof, Peter Scherber, Silvia Sladic, Blanka Stipetic und Aleksander Studen-Kirchner

aus Werken von:

Tomica Bajsic, Zoran Feric, Boris Greiner, Igor Isakovski, Namik Kabil, Velimir Curgus Kazimir, Masa Kolanovis, Marinko Koscec, Mojca Kumerdej, Sanja Lovrencic, Andrej Nikolaidis, Jurica Pavicic, Goran Petrovic, Ivica Prtenjaca, Dimil Stoilov, Mile Stojic und Vitomil Zupan.

Alida Bremer von der S. Fischer Stiftung stellt das Übersetzungsförderprojekt TRADUKI vor.

Moderation: Dagmar Schruf

Donnerstag, 12.März, 10.15 -12.15 Uhr
Sonntag, 15.März, 11.00 – 13.00 Uhr

im Forum „Kleine Sprachen – große Literaturen“, Halle 4 – D 401

Die Veranstaltungen werden unterstützt von der Robert Bosch Stiftung und der S. Fischer Stiftung (TRADUKI).

Allgemein & Lesungen 11 Sep 2008 13:58

Lesung: Stuttgarts lange Kriminacht 2008

Mörderisches Ländle

Mörderisches Ländle

Im Rahmen der Stuttgarter Buchwochen lese ich im Stundentakt meine Kurzgeschichte »Marmor, Stein und Eisen…« aus Mörderisches Ländle Theiss Verlag 2008 und »Haben und Nichthaben« aus Tödliche Kehrwoche, Theiss Verlag Stuttgart 2007.

Ort: Raum Heilbronn,
Haus der Wirtschaft, Willi-Bleicher-Str. 19, 70174 Stuttgart
Beginn: 19.00 Uhr

Nähere Informationen zu dieser und anderen Veranstaltungen unter: http://www.buchwochen.de/html/programm.html

Allgemein & Lesungen 26 Mrz 2008 16:30

Nachlese zur Leipziger Buchmesse

Der Schwerpunkt der diesjährigen Leipziger Buchmesse war bekanntlich Kroatien.
Ich hatte das Vergnügen, bei den meisten Veranstaltungen am Stand sowie bei vielen Lesungen (u.a. auch als Dolmetscherin für die AutorInnen) dabei zu sein.

Die Kroatien-Anthologie »Südliche Luft«, erschienen bei Ullstein/List TB, die ich zusammen mit Alida Bremer und Dagmar Schruf herausgegeben habe, wurde bei einer gut besuchten Veranstaltung dem Publikum vorgestellt. Durch das Programm führte Autorin Elke Schmitter (Der Spiegel).
Die Autorinnen Erica Fischer und Marica Bodrozic sowie Autoren Prof. Dr. Erich Wolfgang Skware, Hans Thill und Benno Meyer-Wehlak lasen Auszüge aus ihren Texten.

Hier ein paar Impressionen: (Fotos folgenden demnächst)

Interessante Informationen und weitere Fotos zum Kroatien-Auftritt gibt es auch unter www.crobuch.de oder direkt auf der Webseite der Leipziger Buchmesse.

»Tödliches von Haff und Hering« – Signierstunde und Lesung
Am Donnerstag, 13.03.08 fand am Stand des Mitteldeutschen Verlages die Signierstunde für unsere 3. Kurzkrimianthologie in der Reihe Tatort Ost »Tödliches von Haff und Hering« – Küchen- und Kombüsenkrimis von der Ostsee statt. Mit dabei waren Matthias Biskupek, Wibke Salzmann, Philip Bobrowski, Ethel Scheffler, Petra A. Bauer, Ruth-Borcherding Witzke und ich. Hier einige Impressionen, aufgenommen von Helga Mott-Schalles, Frankenberg.

76.JPG 482.JPG – v.l.: Frau Hummel, MDV; Autorinnen Dr. Wibke Salzmann, Ethel Scheffler, Silvija Hinzmann, Ruth Borcherding-Witzke, Philip Bobrowski, Petra A. Bauer.

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Am selben Abend fand im Rahmen von Leipzig liest eine Lesung aus dem Buch im Restaurant »Gastmahl des Meeres« statt. Mit dabei waren Ruth Borcherding-Witzke, Petra A. Bauer, Philip Bobrowski, Ethel Scheffler, ich. Eute Freundin von Ruth machte fleißig Fotos. Einige davon sind hier zu sehen.

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Am Freitag, den 14.03. lasen zehn »Mörderische Schwestern«, ebenfalls im Rahmen von Leipzig liest im »Café Tatort« Auszüge aus ihren neuesten Kurzgeschichten/Romanen, wobei jede nicht länger als 10 Minuten lesen durfte. Durch das Programm führte Dr. Jutta Motz aus Zürich.
190.JPG v.l. Ruth im Gespräch mit dem Betreiber des Café Tatort (weitere Fotos folgen evtl. noch)

Und nächstes Jahr um dieselbe Zeit treffen wir uns wieder in Leipzig!

Am MDV-Stand v.l. Roman Pliske, MDV-Geschäftsführer, Silvija Hinzmann und Ruth Borcherding-Witzke

Allgemein & Links & Neue Projekte 07 Jan 2008 9:16

Besuch in Kroatien – Buchmesse »Sa(n)jam knjige Pula 2007″

Anfang Dezember 2007 besuchte eine hochkarätige Delegation, bestehend aus deutschen und österreichischen Journalisten, Literaturkritikern, Verlegern, Autoren (darunter auch ich), Literaturagenten, Übersetzern etc. sowie dem Leiter der Leizpiger Buchmesse, Herrn Oliver Zille und seinem Team Kroatien. In Zagreb fanden Gespräche auf höchster Ebene über die bevorstehende Zusammenarbeit, den Messeauftritts Kroatiens als Schwerpunktland auf der Leipziger Buchmesse 2008 und weitere begegnungen zwischen kroatischen Autoren und Verlegern mit ihren deutschen und österreichischen KollegInnen statt.

silvie-im-dienst.JPG v. l. Ivica Prtenjaca beantwortet Fragen der deutschen und österreichischen Gäste in einer der größten Zagreber Buchhandlung;

Danach ging es mit dem Bus nach Pula.
In der größten Stadt Istriens fand zum 13. Mal die inzwischen auch international viel beachtete Buchmesse »Sa(n)jam knjige Pula« statt, die dieses Mal von Herrn Zille und dem Bürgermeister von Pula feierlich eröffnet wurde. Über die vielen interessanten Begegnungen, Lesungen, Buchvorstellungen, Autorengespräche, Performances, dem wunderbarem Essen und südlichem Flair erzähle ich ein andermal. Jedenfalls konnte ich die »Südliche Luft« schnuppern (siehe auch meinen Blog-Beitrag zur gleichnamigen Anthologie, die beim Ullsteinvergalge/List TB ebenfalls zur Leipziger Buchmesse 2008 herauskommt).

Mehr über die Buchmesse kann man hier nachlesen:http://www.crobuch.de

Am Ende unseres Besuches wurde spontan der Freundeskreis der Buchmesse Pula »Regionen der Sonne« gegründet. Hier der offizielle Text.

Regionen der Sonne

AUFRUF – Gründung eines internationalen Freundeskreises der »Dreamlike Bookfair« in Pula

»Wir, deutsche, österreichische, kroatische, bosnische und andere Gäste der 13. Pulaer Buchmesse haben die einzigartige Atmosphäre dieses mitteleuropäischen Ereignisses und des Festivals »Adria Polis Europa« schätzen gelernt. Wir glauben, dass die Kontakte nach Ost- und Mitteleuropa ausgebaut werden müssen. In Deutschland und Österreich gibt es viele kulturelle Einrichtungen, die ein stärkeres Interesse am Austausch mit diesem Teil Europas haben. Dies beweist auch der Kroatienschwerpunkt der Leipziger Buchmesse 2008. Wir haben uns deshalb entschlossen, dieses Projekt mit einem »Freundeskreis der Buchmesse Pula e.V.« zu unterstützen, der unter dem Motto »Regionen der Sonne« steht. Kroatien soll demnächst Mitglied der Europäischen Union (EU) werden. Dieses Ereignis hat die Kultur bereits vorweggenommen. Diesen Ost-West-Austausch wollen wir vertiefen, zum Beispiel mit einem Stipendienprogramm. In diese Arbeit wollen wir deutsche und österreichische Institutionen einbeziehen. Wir rufen alle Freunde des Buches und der Buchmessen auf, dieses Vorhaben zu unterstützen.«

Kroatisch:

Mi njemacki, austrijski, hrvatski, bosanski i ostali gosti 13. Sa(n)jam knjige u Puli imali smo priliku nauciti cijeniti jedinstvenu atmosferu ovog srednjeeuropskog dogadjaja i festivala Polis Jadran Europa. Vjerujemo da se kontakti s istocnom i srednjom Europom moraju jos bolje izgraditi. U Njemackoj i Austriji postoje mnoge kulturne institucije koje imaju velik interes za suradnju s ovim dijelom Europe. To dokazuje i cinjenica da je Hrvatska teziste na Sajmu knjiga u Leipzigu 2008. Zbog toga smo odlucili taj projekt poduprijeti udrugom „Krug prijatelja Sajma knjiga u Puli, reg.« koji stoji pod motom: „Regije sunca“. Hrvatska treba uskoro postati clanica Europske Unije. Taj dogadjaj je kultura vec ostvarila. Izmjenu izmedju istoka i zapada zelimo pojacati primjerice stipendijskim programom i u suradnju uklopiti njemacke i austrijske institucije. Pozivamo sve prijatelje knjiga i sajma da se pridruže i podrže ovaj projekt.

Erstunterzeichner / Potpisnici projekta:

Dusan Karpatsky, Autor und Übersetzer (Tschechische Republik), Dragan Radulovic, Autor (Montenegro), Srda Pavlovic, Autor, Historiker (Montenegro/Kanada), Dragana Tomasevic, Autorin (Bosnien und Herzegowina/Deutschland), Simone Goldstein, Verlegerin (Kroatien), Dzevad Karahasan, Autor (Bosnien und Herzegowina/Deutschland), Silvija Hinzmann, Autorin (Deutschland), Zvonko Makovic, Autor, Kunsthistoriker, Vorsitzender des kroatischen PEN-Zentrums (Kroatien), Boris Biletic, Autor, Herausgeber von »Nova Istra« (Kroatien), Zarko Paic, Autor, Philosoph und Kunsthistoriker, Herausgeber von »Tvrda« (Kroatien), Irena Urbic, Leiterin der Tomizza-Tage aus Koper (Slowenien), Ines Pletikos, Filmregisseurin (Kroatien) Jadranka Ostic, Graphikerin (Kroatien), Lina Kezic´, Fernsehjournalistin (Kroatien), Dasa Drndic, Autorin (Kroatien), Egbert Pietzsch, Herausgeber des Stadtmagazins »Kreuzer« (Deutschland), Susanne Simor, Verlagslektorin (Ungarn/Deutschland), Stefan Höhne, Filmemacher, Vorsitzender von Cultiv, Leipzig (Deutschland), Sebastian Wolter, Verleger (Deutschland), Leif Greinus, Verleger (Deutschland), Dagmar Schruf, Literaturagentin, Deutschland), Christine Koschmieder, Literaturagentin (Deutschland), Edvard Popovic, Autor (Kroatien), Verena Nolte, Literaturveranstalterin, Deutschland), Maja Pflüger, Kulturvermittlerin (Deutschland), Ulrike Janssen, Journalistin (Deutschland), Gregor Dotzauer, Literaturkritiker (Deutschland), Ulrike Ostermeyer, Verlagslektorin (Deutschland), Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse (Deutschland), Gesine Neuhoff, Journalistin, Deutschland), Anja Walpert, Kulturvermittlerin, Alida Bremer, Übersetzerin, Autorin (Kroatien/ Deutschland), György Dalos, Autor (Ungarn/Deutschland) Aleksandar Prokopiev, Autor (Mazedonien), Veit Heinichen, Autor (Deutschland/Italien), Elke Schmitter, Autorin (Deutschland), Andrej Nikolaidis, Autor (Montenegro)

Allgemein 31 Dez 2007 22:35

Neujahrsgrüße 2008

Nur noch ein paar Stunden, dann ist es wieder mal soweit.
2007 gehört bald der Vergangenheit an, das neue kann beginnen.

Ich wünsche allen Besuchern meiner Seiten ein erfolgreiches,
glückliches, friedliches und gesundes 2008!

feuerwerk.jpg

Allgemein & Neue Projekte 06 Okt 2007 11:37

Frankfurter Buchmesse 2008 – Schwerpunktpräsentation zur Leipziger Buchmesse 2008 – Leipzig liest Kroatisch!

Am Freitag, den 12. Oktober 2007, 10.15 – 11.15 Uhr findet auf der Frankfurter Buchmesse im Forum Dialog, Messegelände, Halle 6.1 E 905 die Schwerpunktpräsentation: Kroatien in Leipzig 2008 Leipzig liest Kroatisch!

Teilnehmer: Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse, György Dalos und Dr. Alida Bremer, Programmkuratoren, Matthias Jacob, Slawist und Übersetzer, Sebastian Wolter, Verlag Voland & Quist, Seid Serdaravic, Verlag Fraktura, Igor Štiks, Autor
Moderation: Wilfried F. Schoeller, Autor und Literaturkritiker

Anschließend gibt es einen kleinen Empfang am kroatischen Gemeinschaftsstand, Halle 5.0 E 965

Im Ullsteinverlag/List TB Verlag erscheint zur Leipziger Buchmesse 2008 die Anthologie »Südliche Luft – Zwanzig Liebeserklärungen an Kroatien«, in der zeitgenössische Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten sind.
Herausgeberinnen Dr. Alida Bremer, Silvija Hinzmann und Dagmar Schruf

… und wie das Programm der Schwerpunktpräsentation im März 2008 im Einzelnen gestaltet wird – kann man auf der Internetseite http://www.crobuch.de nachsehen.

Allgemein & Lesungen 06 Okt 2007 11:10

5. Stuttgarter Kulturnacht – Krimilesung in der Straßenbahn Linie 15

Samstag, 13.10.2007

Krimilesung mit Silvija Hinzmann, Anita Konstandin und Gudrun WeitbrechtAuf den Schienen quer durch Stuttgart – Kurzkrimis aus der Anthologie »Tödliche Kehrwoche«, Theiss Verlag 2007

Abfahrt mit der Bahn 2, SSB-Linie 15, um 19.40 Uhr ab Straßenbahndepot Bad Cannstatt BP5 über Staatsgalerie, Berlinger Platz/Hohe Straße, Hauptbahnhof, BP5; am Straßenbahndepot gibt es eine Kleinigkeit zum Essen und Trinken; in den Pausen spielt Honky Tonk One Man Band

Infos und Fahrkarten:
www.stuttgarter-kulturnacht.de
www.theiss.de

Allgemein 05 Sep 2007 1:31

Septembernebel im Ländle und anderswo

September, beinahe schon Herbst.

Irgendwie fand ich diesen Sommer viel zu kurz. Und zu heiß, zumindest im April. Okay, der zählt nicht. Aber heiß war er!
Jedenfalls ist es erst ein paar Wochen her, dass wir uns lauthals über die tropischen Temperaturen beklagten. Hätten wir vielleicht nicht so laut geschrien. Denn prompt verschwand das Hoch gen Süden und rund ums Mittelmeer stöhnten die Leute bei 45 Grad. Dürre, Wassermangel, Waldbrände. Tausende Menschen mussten vor den Flammen der oft absichtlich gelegten Brände fliehen, viele kamen leider darin um. Die Bilder vom flamenden Inferno in Griechenland, Italien, Kroatien und anderswo sind noch ganz frisch.
Nach einer verregneten Woche in Norditalien, wobei es die ersten drei Tagen wie aus Kübeln schüttete, und einer zweiten an der Adria bei durchschnittlich 33° C (ich mit einem Buch unter einem Sonnenschirm, milchig-blauen Himmel und Wassertemperaturen wie in der heimischen Badewanne), hat mich der September-Alltag wieder fest im Griff.
Die langen Sommerabende auf der Gartenterrasse scheinen endgültig vorbei zu sein. Bei derzeitigen Temperaturen ist es kein Wunder.
Der Briefkasten wird voller, u.a. weil die vor Wochen abgeschickten Urlaubskarten der lieben Freunde endlich eintrudeln.

Bei uns im Ländle gehen die Schulferien mit dieser Woche zu Ende. Dann geht das Schaffe, Schaffe … wieder los. Die meisten Leute sind allerdings schon da und üben für die nächste Woche, wenn sie auf verstopften Straßen im Stau stehen, sich in Bussen und Bahnen aneinander kuscheln müssen bzw. keinen Sitzplatz finden, weil die Schulkinder alle belegt haben und Sprüche wie »Ja, ja, die Jugend von heute, unmöglich … Sowas hätt‹ es früher net geben… Wir waren doch viel höflicher und wohlerzogen« u.a. -) die Runde machen.

Der September hat auch schönen Seiten.

Wenn man z.B. auf dem »Stuttgarter Weindorf« in einer der gemütlichen Lauben die neuen (natürlich auch die alten) Weine verkostet und sich Ochsenmaulsalat, g’schmelzte Maultaschen mit Kartoffelsalat, Bubaspitzle mit Sauerkraut oder anderere Leckereien, leider oft zu recht gesalzenen Preisen, schmecken lässt.
Allerdings beklagten sich in den letzten Tagen manche Viertelesschlotzer über das Sauwetter und die Zugluft in den Lauben, weshalb einige Wirte überlegen, ob sie lieber Glühwein anbieten und mobile Heizöfele aufstellen sollten. Der Kunde ist schließlich König. – Ich bin gespannt, ob man dann auf dem kommenden Weihnachtsmarkt mannshohe Ventilatoren wegen des Hitzestaus aufstellen wird. (Aber das gehört jetzt irgendwie nicht hierher, sondern wohl eher zum Thema »Klimawandel«, das ich lieber den Experten überlasse.)

Er hat auch eine starke romantische Note.

Vielen Tierarten balzen jetzt. Auch bei manchen Zeitgenossen und Zeitgenossinnen steigt der Hormonspiegel, wenn die TAge kürzer und die Nächte länger werden. Doch, doch, das habe ich erst neulich irgendwo gelesen. Außerdem beginnt bald die Jagdsaison … Doch das ist wieder ein ganz anderes Thema.
Wo war ich? Ach ja, die romantische Stimmung.
Man denke nur an den dichten Septembernebel, vor allem bei Tempo 180 auf der Autobahn… Aber darüber wollte ich eigentlich nicht schreiben. Das hängt eher mit dem Lebenswandel zusammen.
Wie auch immer, es ist eine gerfährliche Sache. Andererseits, was ist im Leben eigentlich nicht gefährlich? Doch ich schweife schon wieder ab…

Wenn der besagte und romantisch anmutende Septembernebel die Stuttgarter Stäffele (= zum Teil elend lange und oft halsbrecherisch steile Treppenverbindungen zwischen Straßen, die auf verschiedenen [Hoch]ebenen der Hänge, ähm ich meine Hügel, verlaufen, weshalb die Stadt vor vielen Jahren auch den beliebten Beinamen »Metropole zwischen Hängen und Würgen« bekommen hat, der von bösen Zungen vom bekannten Werbeslogan, der da hieß: »Metropole zwischen Wein und Reben«, abgeleitet wurde) einhüllt, – puuh, das war vielleicht ein Satz, was? – weswegen das auf den Geh- und Spazierwegen liegende Herbstlaub nicht gut zu sehen ist, wären wir bei der von »Auswärtigen« bewunderten und belächelten, doch ungemein wichtigen Wochenendbeschäftigung der Einheimischen und selbstverständlich auch der Nei- bzw. Reigschmeckten angelangt: der obligatorischen und in fast jedem Mietvertrag verankerten schwäbischen Kehrwoche.
Die Rutschgefahr ist gerade in dieser Jahreszeit sehr groß. Das morsche Laub und die glänzenden Rosskastanien gilt es in die braune Tonne zu befördern, und zwar dalli. Wehe, frau/man tut es nicht rechtzeitig oder net ordentlich. DA kennen die Schwaben kein Pardon! Die Augen der Kehrwochen-Wächter (meistens liebe Nachbarn mit viel Sinn für Ästhetik) sind überall und scharf wie die der Könige der Lüfte. Hat frau/man sei Kehrwoch’ net ordentlich g’macht, weswegen sich ebber daraufhin natürlich prompt den Haxen bricht, ist der Weg zum Anwalt und somit zur Privatklage garantiert nicht weit. Habe erst im vergangenen Frühjahr als Dolmetcherin beim hiesigen Amtsgericht einen solchen Stäffelesrutscher-Fall mitbekommen, wobei sich der Fall (im wahrsten Sinne des Wortes) bereits ein halbes Jahr zuvor ereignet hatte. Ja, wir wissen, die Gerichte sind überfordert und die Privatklagen nehmen seit Jahren zu.

September – schon sein Name klingt so wunderbar sentimental, zumindest in meinen Ohren.
Dabei ist er nach dem alten römischen Kalender schlicht der 7. Monat des Jahres. Aber das macht nichts. Ich mag ihn.
Manchmal stelle ich ihn mir wie ein verschnörkeltes, mit Rost und Flechten überzogenes schmiedeeisernes Gartentor, vielleicht mit Efeu bewachsen. Dahinter ein Kieseg und weit in der Ferne – Manderley! Oder so etwas in der Art. Sie kennen doch diese wunderbaren Schwarzweiß-Filme. Rebbecca oder Dr. Mabuse oder irgendwas mit Miss Jane Marple oder Mrs Sherlock Holmes und Dr. Watson. Jedenfalls nieselt es, der Nebel zieht auf, ein Rabe (oder ist es eine Krähe?) kreischt irgendwo, das Tor geht quitschend auf und Sie treten auf den nassen Weg und gehen auf das Schloss zu. Darin ereignet sich gerade (oder bilden wir es uns nur ein und es war es vor langer, langer Zeit?) ein verruchtes Vertrechen. Sie fühlen den kalten Schauer, der Ihren Rücken rauf und runter jagt. Was ist geschenen? Sie gehen zögernd weiter… Oder sind gar der Kommissar selbst? Dann gehen sie natürlich schnell, geben ein paar Anweisungen an Ihre Leute und haben überhaupt keinen Blick für die Szenerie, geschweige denn Angst vor dem Septembernebel und no’n Kram. Never.
Und dann knallt irgendwo ein Schuß. Und gleich noch einer. Aber es war nur das Tor, das hinter Ihnen zugefallen ist. Blitzschnell erfassen Sie die Situation. Ja, Sie sitzen, vielmehr stehen in der September-Falle. (Wenn Sie der Kommissar sind, dann nicht, klar. Der muss ja den Fall aufklären und findet blitzschnell heraus, wer den geizigen Gutsherren ermordet hat. Sie wissen es auch? Klar, es war die untreue Gattin und nicht der arme Gärtner). Sie gehen weiter. Links und rechts des Kieswegs eine hübsche Rosskastanien-Allee

Wenn nach einem heißen Sommer der September seine Pforten öffnet, atmen Sie den Duft der Astern, der letzten Rosen, reifer Äpfel, Birnen und Zwetschgen (die sind weiter unten auf der Streuobstwiese) ein. Und Sie schließen die Augen. Herrlich, nicht wahr? Doch halt! Machen Sie die Augen lieber wieder auf. Es könnte sein, dass Sie über eine Rosskastanie oder nasses Laub stolpern. Schließlich wollen wir uns nicht vor Gericht sehen.

In diesem Sinne einen schönen September-Spaziergang!

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